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Garmin Montana 700/750 – Paravans erste Erfahrungen

Hier erste Eindrücke und Erfahrungen mit dem neuen GPS Garmin Montana 7xx

Das Gerät ist in verschiedenen Varianten verfügbar:

  • Garmin 700
  • Garmin 700i (mit inReach)
  • Garmin 750i (mit Kamera und inReach)

Nein, ein Montana 7xx mit Kamera ohne inReach gibt es nicht.

inReach

inReach ist die Technologie, um weltweit über Satellit Nachrichten versenden und empfangen zu können (stark vereinfacht gesagt “SMS weltweit”). Dies ist besonders nützlich für Notsituationen oder wenn man – weltweit – Freunde und Familie über seine aktuelle Position informieren und kurze Nachrichten versenden will. Dazu benötigt man ein inReach-fähiges Gerät und ein entsprechendes “Abonnement“. Auf inReach gehe ich hier nicht weiter ein, auch wenn das für die Testzwecke genutzte Gerät das 750i ist. Dies ist gut erkennbar an der roten SOS-Abdeckung seitlich, unter der der Notruf-Knopf platziert ist. Mehr Infos zu inReach.

Erster Eindruck

Das Montana 700 ist gross, und sein Display ist auch gross! Von der Höhe her (160/183 mm ohne/mit Antenne) ist es vergleichbar mit modernen Smartphones wie z.B. dem Galaxy S10 (150 mm), aber es ist ca. 1,3 cm breiter. Das Display ist aber auch gross und grösser als das meines iPhone 8. Qualitativ ist das Display sehr gut, sowohl von der Helligkeit als auch von der Auflösung her (das Display des iPhones scheint infolge schräger Sonneneinstrahlung und Schutzfolie etwas matt.).

Montana_700_im_Vergleich

Geräte im Vergleich: Oregon 650, GPSMAP 66st, Montana 750i, iPhone 8

Bluetooth, WLAN und ANT+ gehören wie bei anderen aktuellen Garmin-GPS standardmässig dazu. Dazu muss man nicht mehr viel schreiben. Hübsch ist die Möglichkeit, sich Nachrichten/Infos vom Smartphone direkt aufs Montana senden zu lassen (SMS, Whatsapp, Email, Kalendertermine, etc.). Diese erscheinen direkt auf dem Bildschirm.

Das Vorgänger-Modell des Montana, das Montana 650, hatte bereits ein grosses Display (für GPS-Geräte), aber jenes des Montana 7xx ist noch grösser:

Montana_650_750

Montana 650 neben dem Montana 750. Hinweis: es sind nicht die gleichen Karten auf den beiden Geräten.

Bedienung

Ich nutze schon länger Garmin-GPS und bin mit den neuen Montana 750 sofort zurecht gekommen. Das Gerät hat nur eine Taste auf der Seite (man kann definieren, was beim Einmal- und Doppelklick auf diese Taste erfolgen soll).
Bei der inReach-Version gibt es noch die SOS-Taste auf der anderen Seite. Alles andere geht über den Touchscreen – und das sehr schnell. Die Menus, Icon etc. sind vergleichbar mit anderen aktuellen Garmin GPS-Geräten (wie Oregon, GPSMap), die Darstellung ist meines Erachtens etwas aufgefrischt worden und sieht aufgeräumt aus. (Video, dass die Menus und Bedienung zeigt)
Die Bedienung ist so flüssig und reaktiv wie ich es von meinem iPhone gewöhnt bin und das Display ist ein Hit: Ein grosser, heller Kartenausschnitt mit sehr guter Auflösung macht einfach Spass.

Das Montana 7xx ist eher nichts für kleine Hände: 

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Anderes als bei den anderen abgebildeten GPS-Geräten (inkl. dem Vorgänger-Montana) ist die robuste Öse zum Anbringen eines Umghängebandes/Lanyard oben am Gerät. Für mich persönlich ist das beim Tragen um den Hals ungünstig. Hängt das Gerät am Band nach unten habe ich das Gerät beim Hochschwenken mit der Hand gleich richtig ausgerichtet vor den Augen. Beim Montana 700 ist das anders, wobei vermutlicherweise nur eine Gewöhnungssache.

Gewicht und Akku

Zudem sind 400 g Gewicht auch nicht ohne, wobei mein iPhone (170 g) und die PowerBank (350 g) zusammen auch schwer sind. 
Die Akku-/Batterielaufzeit des GPS ist aber auch sehr gut – verglichen mit einem Smartphone: 
Im Normalmodus läuft es gemäss Spezifikation bis 18 h, im sogenannten “Expeditionsmodus” bis zu 300 h (!). Auch wenn in der Realität “nur” die Hälfte wäre, ist das sehr gut. Anders als beim Vorgänger-Montana ist der Akku direkt im rückseitigen Deckel integriert, und normale AA-Akkus/Batterien können nicht direkt eingelegt werden. Dafür braucht es jetzt ein separates Batteriefach, dieses passt jedoch nur aufs Montana 700.

Halterung

Das Gerät hat auch eine sehr robuste Halterung, sowohl fürs Fahrrad als auch Auto oder Schiff. Und dank der Sprachausgabe (auch per Bluetooth!) kann man das Gerät auch gut als Auto-Navi nutzen. Einen detaillierten Vergleich mit meinem Garmin nüvi 2595 konnte ich noch nicht machen.

Robustheit

Meine Erfahrung mit der Hardware verschiedenster Garmin-Geräte zeigt, dass diese sehr zuverlässig und robust ist. Auch das Montana 700 ist gemäss militärischen Normen gebaut  und es ist auch wasserfest nach IEC 60529 IPc7, d.h. das Gerät ist bis zu einer Tiefe von 1 Meter 30 Minuten wasserdicht. Bemerkung an Rande: Sei Dir bewusst, dass wenn das Gerät ins Wasser fällt, durch den auftretenden Druck / Schlag Wasser eindringen kann, auch wenn das Gerät nicht so tief eintaucht. 

Das Display-Glas soll sehr robust sein. Das wollte ich nicht testen :-). Trotzdem empfehle ich eine Displayschutzfolie. Der Rand neben dem Display ist knapp einen Millimeter hoch, und sollte das Gerät mal mit dem Display nach unten fallen, kann schon ein kleiner Stein einen Kratzer/Spur hinterlassen. Eine Displayschutzfolie ist da hilfreich.

Geocaching

20200927_Montana_700-750_003Gleich wie bei den anderen aktuellen Garmin Outdoor-GPS stehen die gewohnten Funktionen zur Verfügung. Eine Verbesserung steht hier jedoch zur Verfügung: Mit  “GeocachingLive”, mit der über WLAN oder das verbundene Smartphone Geocaching-Daten heruntergeladen werden, werden nun auch die zu Geocaches gehörenden Waypoints heruntergeladen – endlich. Auf diese Funktion habe ich lange gewartet. Sie ist nun auch auf dem GPSM66 verfügbar und in Kürze vermutlich auch auf anderen Modellen. Nach wie vor ist es nicht möglich, die Wegpunkte auf der entsprechenden Geocaching-Seite anzuzeigen oder auszuwählen. Sie sind auf der Karte und unter Wegpunkten ersichtlich, inkl. des Textes zum Wegpunkt (z.B. die Frage, die es dort zu beantworten gibt, etc.)

Android?

Unter Einstellungen gibt es bei allen Garmin-Geräten eine Info-Seite, wo die Firmware-Version und Copyright-Vermerke aufgeführt sind. Viel langweiliger Text, in welchem auch z.B. aufgeführt wird, was für Karten(rechte) genutzt werden, aber auch Copyright-Vermerke von benutztem Software-Code. Ich habe diesen langen Text durchgesehen und bin auf einen Hinweis zu “Android” gestossen. Leider ist es mir noch nicht gelungen herauszufinden, für was auf dem Montana 7xx Android genutzt wird. Auf dem GPSMAP 66 hat es nämlich keinen solchen Hinweis. Da kommen mir Erinnerungen an das nicht mehr verfügbare Garmin Monterra, bei dem Garmin sich schon einmal an einem Android-Gerät versucht hat.

Android_auf_Montana7xx

Zusammenfassung

Das grosse, hochauflösende und helle Display, die Geschwindigkeit und die Touch-Bedingung machen einfach Spass. Aber eben: Das Gerät liegt gross in der Hand und hat eben Gewicht. Da ist mein GPSMAP 66, das ich schon als gross empfinde, im Vergleich hübsch handlich und leicht.
Wer sein GPS auch  auf dem Velo, Motorrad oder Auto nutzt, ist das sicher eine spannendes Gerät.

Wo erhältlich?

Weitere Infos

 

 

Eine Präzisierung: GC-Fund-Statistik und Favoritenpunkte bei Adventure Lab Caches

In meinem Podcast vom August 2020 habe ich über die Fund-Statistik bei Adventure Lab Caches von Geocaching.com und die Auswirkungen auf Favoritenpunkte berichtet. Diese Infos möchte ich hier etwas korrigieren und präzisieren.

Als Erstes

Gefundene (Adventure) Lab Caches zählen nicht für die Berechnung von Favoriten-Punkten. Mit Adventure Lab Caches lassen sich keine Favoritenpuntke “verdienen”. Infos dazu bei Geocaching.com (unter  “Earn Favorite points”)

Was gilt

  • Die einzelnen Stationen eines (Adventure) Lab Caches zählen je als ein “Found”.
    Dies z.B. im Gegensatz zu einem Multi-Cache, wo der Cache als ganzes nur als ein “Found” zählt.
  • Lab Caches zählen nicht für die Länderstatistik
  • Lab Caches zählen nicht für verschiedene andere Statistiken wir “Cache-Typ”, D/T-Wertung
    Infos dazu bei Geocaching.com(unter “Adventure Lab Caches in statistics”)
  • Wie bisher zählen Doppel-Logs und Logs bei eigenen Caches nicht zur Fund-Statistik.

Beispiel

Zusammenfassung

Aus meiner Sicht ist die “Logik” bezüglich den Fund-Punkten bei Adventure Lab Caches nicht nachvollziehbar. Man kann verschiedene Ansichten bezüglich Geocaching-Statistiken haben. Persönlich finde ich, dass der geschilderte Sachverhalt die Statistik verfälscht, zu einer Art “Inflation” führt, so dass ein einzelner Fund weniger wert hat (wie man das auch immer definiert) und die Spielregeln unnötig verkompliziert.

Aber, und das schätze ich, zählen Favoritenpuntke respektive die %-Favoriten-Punkte nach wie vor als probates Mittel um Caches zu kennzeichnen, die Geocacher- und Geocacherinnen gefallen. Ich selektiere oft nach Caches, die mehr als ca. 70% und mehr Favoritenpunkte haben und bin immer gut damit gefahren. Qualität statt Quantität.

 

Spacecaching.com – ich hab’s doch gewusst

Vor Jahren haben ich die Domain www.spacecaching.com reserviert, nachdem ich gehört habe das der erste TB zur ISS gereist ist. Ich dachte mir, dass das nicht das einzige Geocaching-Objekt im Weltraum bleiben wird.

Nun hat auch der neue Mars-Rover einen TB (Code) bekommen. Somit ist das Geocaching definitiv im All angekommen: Spacecaching.com !

Natürlich ist das ein spezieller Trackable – vorderhand wird niemand diesen TB “in den Händen halten können” und ihn discovern dürfen. Darum gibts hier eine Ausnahme und man kann (darf) den “Mars-Rover” discovern, ohne auf den Mars reisen zu müssen.  Man hat eine andere Chance, den Tracking-Code zu erspähen: Der Code ist auf einem Muster/Objekt aufgebracht, welches die Kamera des Mars-Rovers nutzt, um sich zu kalibrieren und darum hin und wieder dieses fotografiert. Das Bild wird dann auch zur Erde gesendet.

Nun gilt es aber zuerst einmal etwas zu warten, bis der Rover Mitte Februar 2021 auf dem Mars landet und seine Arbeit aufnehmen wird.

Hier schon einmal die TB-Seite des Mars-Rovers:

Travel Bug Dog Tag Mars Rover Perseverance

Geocache-Tipps von GeocacherInnen für GeocacherInnen

Der Schweizer Geocaching-Podcast bringt seit über 10 Jahren Beiträge von Geocachern für GeocacherInnen.
Gerne nehme ich auch Deinen Tipp entgegen und veröffentliche diesen dann im Podcast.

Wähle einen Geocache aus, den Du anderen empfehlen kannst. Bedingungen:

  • Der Geocache muss in der Schweiz/Lichtenstein liegen
  • Du musst den Cache selber besucht / geloggt haben
  • Du bist nicht der Owner des Geocaches

b) Nimm eine max. 60 Sekunden lange Sprachnachricht auf, die folgendes enthält:

  • Den Namen und GC-Code des Geocaches
  • Deinen (Geocaching-Namen)
  • Warum Du diesen Geocache empfiehlst
  • (Optional weitere Infos wie z.B. wo der Geocache liegt, etc.)

c) Sende die Sprachnachricht (Audiodatei) per Email an: wettbewerb [at] paravan [punkt] ch

Ich bin gespannt auf Deinen Beitrag!

GPS überprüfen mit amtlichen Lage- und Höhenfixpunkten

In der Schweiz gibt es, wie auch im Ausland, amtliche Vermessungspunkte die öffentlich bekannt und deren Lage genau dokumentiert ist. Diese lassen sich auf einer Karte finden:

https://s.geo.admin.ch/83a71962a6

In der Schweiz wird zwischen Höhenfixpunkten (HFP 1 und HFP 2) und Lagefixpunkten (LFP 1 und LFP 2) unterschieden. Erstere (HFP1/2) dienen zur präzisen Höhenvermessung, die anderen (LFP 1/2) zu Lagevermessung. 

Wählt man einen der Punkt in der Karte aus, kann man im erscheinenden Fenster oben rechts “Protokoll” wählen und gelangt zu den Detailinfos zum Punkt. Neben den genauen (Schweizer-)Koordinaten ist auch die Genauigkeit angegeben und wo sich der Punkt befindet (Meist Kartenausschnitt oder Foto). Auch ob der Punkt zugänglich ist (oder z.B. auf einer Turmspitze liegt) ist angegeben.

Beispiel eines Fixpunkt-Protokolles

Man kann sich nun also einen solchen Punkt aussuchen und mit seinem GPS dorthin gehen. So kann man überprüfen, wie genau das GPS im Moment ist (die Genauigkeit ist abhängig von den aktuellen Randbedingungen). Auch gut, dabei vom  GPS angezeigt “GPS-Genauigkeit” mit zu vergleichen.

Ich habe einige solcher Punkte in der Nähe wo ich wohne, habe diese als Wegpunkte im GPS gespeichert und gehe von Zeit zu Zeit mal wider dort vorbei. So erhalte ich ein Gefühl, für die Genauigkeit meines GPS bei verschiedenen (Wetter-)Bedingungen.

Tipp: Speichere doch einfach einen Wegpunkt auf dem GPS und zwar unmittelbar wenn Du  am Punkt ankommst und einige Zeit später. So kannst Du ev. ein einschwingen des GPS feststellen.

Die Wegpunkte im GPS  kann man als GPX-File speichern (direkt auf den PC/Mac kopieren) oder über ein Programm wie Garmin Base Camp. Im oben angegebenen GIS-resp. Karten Browser (https://map.geo.admin.ch) kann man zusätzlich GPX-Files importieren und darstellen lassen (Erweiterte Werkzeuge -> Importieren) und kann sich die gemessenen Punkte direkt neben dem gewählten Fixpunkt darstellen lassen.

Beispiel Darstellung des Fixpunkten mit importierten GPX-Daten (Gemessenen Punkten)